Unterschriften gegen Rotstiftpolitik
„Outsourcing“ der „Kooperationsstelle Hamburg“
Sparmaßnahme
Die „Kooperationsstelle Hamburg“ ist eine gemeinsame Einrichtung der Stadt und des DGB, die die Aufgabe hat, Arbeitswelt und Wissenschaft zu vernetzen mit dem Ziel, die wissenschaftliche Forschung zur Verbesserung der Arbeits- und Lebenssituation von Arbeitnehmer/innen voranzutreiben. Sie war bisher an die Behörde für Wissenschaft und Forschung angegliedert, soll nun jedoch herausgelöst und in eine eigenständige GmbH umgewandelt werden.
Kritik und Alternativen
Mit der Herauslösung verabschiedet sich der Senat von seiner Verantwortung für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen für Arbeitnehmer/innen in Hamburg.
Die Herauslösung als GmbH ist aus zwei Gründen unangemessen: Erstens gibt es nach wie vor erheblichen Forschungsbedarf auf diesem Feld, da sich die Arbeitswelt in hohem Tempo wandelt und sich dabei die Arbeits- und Lebensbedingungen der Arbeitnehmer/innen in den vergangenen Jahren zumeist verschlechtert haben. Zweitens garantiert die Anbindung an die Stadt gerade die Unabhängigkeit dieser Forschung.
Als eigenständige GmbH wäre sie jedoch zur Fortsetzung ihrer Arbeit auf Aufträge von Unternehmen angewiesen; aber die meisten Unternehmen dürften eher ein geringes Interesse an Forschungen haben, die ihre Arbeitsbedingungen kritisch im Interesse der Belegschaften beleuchten. Dies scheint dem Senat auch durchaus klar zu sein, denn er empfiehlt der Kooperationsstelle „ihr Geschäftsmodell stärker an die Bedürfnisse von Unternehmen“ anzupassen.
Das aber entspricht gerade nicht dem Sinn dieser Einrichtung und führt ihren Zweck ad absurdum.