Unterschriften gegen Rotstiftpolitik

259 weniger Lehrer/innen an Gymnasien

Sparmaßnahme

Durch die Verkürzung der Schulzeit an den Gymnasien bis zum Abitur von neun auf acht Jahre werden rechnerisch zwei bis drei Lehrer/innen pro Gymnasium „überflüssig“, das sind insgesamt 324 Lehrerstellen in Hamburg. Davon sollen nun 259 Stellen tatsächlich wegfallen.

Kritik und Alternativen

Dies wäre in Wahrheit eine drastische Leistungskürzung bei der Unterrichtsqualität. Denn der Lernstoff des weggefallenen Schuljahres wird ja fast vollständig auf die verbleibenden Schuljahre verteilt. Die Anzahl der Unterrichtsstunden, aber auch die Stofffülle innerhalb der Stunden wächst. Schon jetzt klagen viele Schüler/innen, Eltern und Lehrer/innen über sinnlose Überlastung. Sinnlos, da diese Form der zeitlichen Verdichtung pädagogisch kontraproduktiv ist. Wenn nun auch noch Lehrer/innen wegfallen, müssen die verbleibenden – von denen die meisten in den vergangenen Jahren sowieso schon Erhöhungen ihrer Stundenzahl hinnehmen mussten – noch mehr leisten. Die unvermeidliche Folge: Die Unterrichtsqualität sinkt weiter. Nötig ist genau das Gegenteil: Mehr Lehrer/innen an die Schulen, um die Unterrichtsqualität zu verbessern und v.a. den älteren Kolleg/inn/en die Arbeit erträglicher zu machen.